Endlich wieder Triathlon für Limbacher Kaderathlet*innen

Mit viel Engagement haben in den letzten Wochen die Verantwortlichen des HTV zusammen mit den Darmstädter Vereinen den ersten Triathlon des Jahres möglich gemacht. Zwar war es erst einmal „nur“ ein Elitewettkampf, aber ein echter Triathlon mit neutralisierten Wechseln zwischen den Disziplinen, um die engen Wege und Kontakte in den Wechselzonen zu entzerren. Für die TSG Limbach waren die Landeskaderathlet*innen startberechtigt. Einzig Marvin Heuser musste verletzungsbedingt passen. Aufgrund der zu kalten Wassertemperaturen von unter 17°C durften die Sportler*innen der Jugend B noch nicht schwimmen und mussten sich mit einem Radrennen über 10 km und 2,5km Laufen begnügen. So absolvierten lediglich die Älteren den Auftakt über 400m Schwimmen im Naturbadesee Arheilger Mühlchen im Darmstädter Norden. Tom Borst blieb mit 4:53min deutlich unter der Marke von 5min, die im Landeskaderrennen von niemandem sonst mehr unterboten werden konnte. Erst vor kurzem hatte Bjarne Scheel seine nachträgliche Kadernominierung erhalten. Mit nur vier echten Schwimmeinheiten trat er den WK dennoch motiviert an und bestätigte mit starken 6:01min, dass ein Wettkampf auch über die mentale Stärke bestritten wird. Leni Müller hielt für die TSG-Frauen die blau-gelben Fahnen im Wettbewerb und schwamm mit 5:16min eine sehr gute Zeit.

Nach deutlicher Unterbrechung ging es im Darmstädter Velodrom, einer 333m langen Betonradbahn, mit einer Fahrt über 30 Runden (9,9km) weiter. Dem Radfahren folgte mit neutralisiertem Wechsel das Laufen. 5 Runden zu je ca. 470m für die Jugend B (2,35km) und 7 Runden (3,3km) für die Jugend A standen auf dem Programm.

Zunächst startete die männliche Jugend B. Soma Bárdi absolvierte ein sehr gleichmäßiges und äußerst faires und regelkonformes Rennen, was von den beiden direkten Kontrahenten, die zunächst von seinem Windschatten profitierten, nicht durchgängig zu beobachten war. Mit einem Schnitt von nahezu 40km/h wurde das Rennen von den Jungs sehr druckreich gestaltet. Beim Laufen konnte er schlussendlich auf einem sehr guten dritten Platz das Rennen ins Ziel bringen. Bei den Jugend B Mädchen hatten wir ein ganzes Team am Start: Anna Purr, Kati Haas und Lea Borst. Etwas langsamer als die Jungs absolvierten die jungen Damen ihren Radsplits. Lea spulte ihr Programm souverän ab, bewältigte die Laufstrecke in 9:47min und finishte nach 27:04min als schnellstes Mädchen. Kati folgte auf Gesamtrang Vier in 29:34min. Auch Anna finishte kurz darauf als Fünfte in 29:46min.

Der A-Jugendliche Tom Borst gestaltete das Rennen an der Spitze mit und hielt die Fäden in der Hand. Nach 14:58min für die 9,9km auf der Betonbahn stieg Tom mit nur wenigen Sekunden Rückstand als Dritter vom Rad. Taktisch geschickt konnte er aufgrund seines Schwimmvorsprungs wichtige Reserven für den 7-Runden-Lauf sparen. Hier bummelte ein eng zusammenhängendes Trio zunächst und beobachtete sich. Als das Tempo anzog entspann sich ein Zweikampf zwischen den Kaderathlet*innen. Tom, der 12:43min lief, gewann in der Addition der Zeiten die männliche A-Jugendkonkurrenz in 32:35min mit fast 40sec Vorsprung. Unser zweiter Starter Bjarne Scheel flog mit einem 37er Schnitt über die Bahn und knackte die 16-Minuten-Grenze (15:59min) noch knapp. Im anschließenden Lauf konnte er sich weiter nach vorne arbeiten und holte sich im starken Feld der hessischen Triathlonauswahl den sechsten Platz.

Leni Müller zeigte nach dem super Auftakt im kalten Wasser auch eine starke Performance auf dem Rad. Hier war sie mit 15:57min nur eine einzige Sekunde langsamer als die spätere Siegerin. Leider behinderte sie eine Hüftblessur daran ihre wirkliche Laufleistung abzurufen und verlor mit jeder Runde Boden nach vorne und wurde eingesammelt. Dennoch biss sie sich gemäß unserem Motto „feel it – fight it – finish it“ durch das Rennen. Endlich wieder Wettkampfluft zu schnuppern und mit Respekt gegenüber all jenen, denen das noch verwehrt ist, das Ziel zu erreichen war ihr wichtiger als das eigentliche Ergebnis auf dem Zeittableau. Dafür gebührt ihr unsere besondere Anerkennung und der virtuelle Fairnesspreis des Tages!

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