Achtungserfolge der Limbacher Nachwuchstriathlet*innen beim Woogsprint

Wenn auch unter strengen Hygienekonzepten und in Form von besonderen Wettkampfformaten im Einzelstartmodus im Kampf gegen die Uhr statt im Duell mit der Konkurrenz, ermöglichen einzelne Veranstalter nach und nach wieder langersehnte Wettkampferlebnisse im Triathlonsport.

In Darmstadt fand eine Woche vor den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften das erste Rennen des DTU-Cups statt. Teilnahmeberechtigt waren die Kaderathlet*innen aller 16 Bundesländer, wobei nicht alle Landesverbände zum Rennen anreisten. Als Mitglieder des Hessenkaders stellten sich auch einige Limbacher Nachwuchshoffnungen der nationalen Konkurrenz. Bei kühlen 20 Grad Wassertemperatur und nassen Straßen ging es für die Sportler*innen auf die Strecken. Der A-Jugendliche Tom Borst zeigte mit einem tollen 16. Platz über die Sprintdistanz (0,75-20-4,6km) eine ausgeglichene Leistung in allen drei Disziplinen. Zugleich war er auch mit Abstand der schnellste Hesse seiner Alterskategorie. Im Rennen der B-Jugendlichen überzeugte Lea Borst mit einem ebenfalls sehr guten neunten Platz. Sie war ebenso beste Hessin und mit einem etwas schnelleren Schwimmen ist auch bei den Deutschen Meisterschaften ein ähnliches Ergebnis in Reichweite. Soma Bárdi überraschte mit Platz Sieben der männlichen B-Jugend. Er belohnte sich mit diesem Rennen für sein gutes Training in den letzten Wochen, insbesondere mit einem großen Fortschritt im Laufen.

Im Anschluss durften auch endlich die Breitensport-Athlet*innen nach der langen Corona-Pause ein HTV-Cup Rennen erleben. Wenn auch leider die jüngsten Starter*innen der C und B Schülerklassen noch keine Startmöglichkeit bekommen konnten. Die B-Jugendlichen Kati Haas und Anna Purr liefen auf den Plätzen Zwei und Drei im Sekundenabstand ins Ziel. Samuel Braun finishte als guter Zehnter der männlichen B-Jugend. Die A-Schülerinnen Frida Bárdi (Platz Drei), Josefine Dohms (Platz Sieben) und Jemima Möller (Platz Neun) überzeugten mit einer hervorragenden Teamleistung. Jakob Baum erreichte Rang 16 der männlichen A-Schüler.


Für unsere Kadersportler*innen steht nun das Saisonhighlight der Deutschen Nachwuchsmeisterschaften im Schongau am 17./18. Juli an. Für alle anderen Athlet*innen ist während der Schulferien überwiegend weiter Geduld gefragt. Im Spätsommer können dann hoffentlich auch die jüngsten Triathlet*innen wieder an Events teilnehmen.

Auch die Startgemeinschaft mit der Triathlon Equipe Elz konnte endlich wieder ein Rennen absolvieren. Trotz der sehr frühen Anreise ab 5:15 Uhr und nahezu permanentem Dauerregen freuten sich alle Starter*innen wieder einen Wettkampf zu erleben. Das Team in der ersten Liga erkämpfte sich trotz Besetzungsproblemen den achten Platz der zehn Mannschaften. Besonders der A-Jugendliche Bjarne Scheel überzeugte mit einem starken Ligadebüt auf Platz Zehn im Supersprint. Weiterhin trugen Moritz Spitz, Jan Lucas Ferschke, Lüder Schulz-Nigmann und Marvin Müller zum Teamergebnis bei. In der dritten Liga konnte leider kein vollständiges Team gestellt werden, sodass hier eine Startmöglichkeit für die (Wieder-) Einsteiger*innen Frederike Arp und Tim Schneider möglich war.

Ergebnisse:

DTU-Cup Jugend A (0,75-20-4,6km): 15. Tom Borst, 1:01:03h

DTU-Cup Jugend B weiblich (0,4-10-2,6km): 9. Lea Borst, 39:40min

DTU-Cup Jugend B männlich (0,4-10-2,6km): 7. Soma Bárdi, 35:54min

HTV-Cup Schülerinnen A (0,4-10-2,6km): 3. Frida Bárdi, 44:28min; 7. Josefine Dohms, 46:38min; 9. Jemima Möller, 51:39min

HTV-Cup Schüler A (0,4-10-2,6km): 16. Jakob Baum, 49:36min

HTV-Cup Jugend B weiblich (0,4-10-2,6km): 2. Kati Haas, 44:01min; 3. Anna Purr, 44:07min

HTV-Cup Jugend B männlich (0,4-10-2,6km): 10. Samuel Braun, 46:56min

1. HTL Super Sprint (0,3-14,5-3km): 10. Bjarne Scheel, 42:29min; 17. Marvin Müller, 48:09min
1. HTL Sprint (0,6-29-5km): 15. Moritz Spitz, 1:20:05h; 16. Jan Lucas Ferschke, 1:20:58min; 22. Lüder Schulz-Nigmann, 1:26:03h

3. HTL Super Sprint (0,3-14,5-3km): 24. Tim Schneider, 54:09min

3. HTL Sprint (0,6-29-5km): 35. Frederike Arp, 1:44:17h

Der erste Laufwettkampf für die Limbacher Triathlet*innen

Mit viel Engagement und einem ausgeklügelten Hygiene- und Wettkampfkonzept veranstaltete die SG Enkheim den ersten Laufwettkampf für alle Sportler*innen und damit nicht nur Elite- und Kadersportler*innen. Über zwei Tage verteilt starteten in zwölf Startblöcken Läufer*innen im Abstand von 15 Sekunden als Einzelstart auf die vermessenen Strecken im schönen Enkheimer Ried. Für einige der Limbacher Läufer*innen war dies der erste Wettkampf seit 2019, während die jungen Kaderathlet*innen die Läufe als Leistungstest und intensive Trainingszeit nutzten.

Die Mehrheit der Limbacher entschied sich für die 5km Distanz. In dem gut besetzten Starterfeld präsentierten sich alle Athlet*innen sowohl im Team als auch Einzel sehr gut und erliefen einige persönliche Bestzeiten sowie Platzierungen in den Altersklassen. Allen voran Lea Borst (1. U16) als Gesamtsiegerin aller Frauen in flotten 19:55min. Samuel Möller als Gesamtsiebter (1. U16) mit 17:25min und Tom Borst (1. U18) als 11. der Gesamtwertung in 17:55min konnten mit hervorragenden Leistungen die 18min Marke unterbieten. Soma Bárdi (5. U16) unterbot in 19:48min erstmals eine Zeit von 20min. Die beiden U16-Läuferinnen Kati Haas (21:22min) und Anna Purr (21:33min) liefen auf Rang Fünf und Sechs der Gesamtwertung ein. Hinzu finishten Silke Hass (1. W40; 22:20min), Julia Teschmayer (2. W45; 25:14min), Jakob Baum (13. U14; 25:14min) und Frida Bárdi (6. U14; 25:15min).

Als jüngster Starter überzeugte Matti Haas (1. U12) im Rennen gegen die Uhr über 2,5km, das er mit einem souveränen Vorsprung in sehr guten 9:39min für sich entscheiden konnte. Moritz Spitz (U23) hatte in seinem Startfenster mit der Mittagshitze auf den längeren 10km zu kämpfen und lief die Strecke als soliden Wettkampfeinstand nach langer Pause in 38:52min.

Nun hoffen die Ausdauersportler*innen auf weitere mutige Veranstalter, die sichere Wettkämpfe und damit endlich wieder Lauf- und Triathlonerlebnisse ermöglichen, die für das harte Training belohnen.

Ergebnisse

2,5km: 1. Gesamt und U12 Matti Haas, 9:39min

5Km: 1. Gesamt und U16 Lea Borst, 19:55min; 3. U16 Kati Haas, 21:22min; 4. U16 Anna Purr, 21:33min; 1. W40 Silke Haas, 22:20min; 2. W45 Julia Teschmayer, 25:14min; 6. U16 Frida Bárdi, 25:15min

1. U16 Samuel Möller, 17:25min; 1. U18 Tom Borst, 17:55min; 5. U16 Soma Bárdi, 19:48min;  13. U14 Jakob Baum, 25:14min;

10Km: 14. Männerklasse Moritz Spitz, 38:52min

HLV Nachwuchs-Challenge

Die vom Hessischen Leichtathletik Verband (HLV) ausgerufene Nachwuchs Challenge nutzten wir am Tag der abgesagten Deutschen Jugendmeisterschaften Duathlon in Halle, um nach den ausgeschriebenen 3000m (Jg. 07-05) und 2000m (Jg. 10-08) auf der Idsteiner Tartanbahn noch einen 10km Bike und 1,6km Run anzuhängen.

Streng nach den aktuellen Corona-Vorgaben der bundesweiten Notbremse warfen wir den Durchführungsplan erneut um und verringerten die Startgruppen. Den Kids wurde vorab eine Schnelltestung empfohlen, die Trainer*innen absolvierten sie, Eltern als Betreuer*- und Zuschauer*innen wurden ausgeladen. Hygiene, Abstand und kein Kontakt.

Auf den angedachten Rad-Jagdstart nach den Abständen der Bahnlaufergebnisse wurde verzichtet. Stattdessen ging es in der Manier des Einzelzeitfahrens wie bei der Tour de France auf die Radrunden hoch oberhalb des Stadions. Auf den zwei Runden gab es ein paar Höhenmeter, so dass es nicht zu einfach war und auch die Laufrunde auf unterschiedlichem Geläuf war taunustypisch anspruchsvoll mit Schlussspurtmöglichkeit.

Unsere erlaubten Starter*innen (U15) und Kaderathlet*innen zeigten, dass ihnen die Wettkampfluft doch arg fehlt und dass das Gruppentraining deutlich zur Leistungssteigerung beiträgt. Kaum jemand im jungen Alter ist so diszipliniert, dass das Training ‚alleine‘ oder ‚zu zweit‘ innerhalb des ‚eigenen‘ oder maximal eines ‚zweiten‘ Hausstandes tatsächlich zielorientiert und effektiv absolviert wird. Egal, wie großartig die Trainingspläne ausgearbeitet sind. Das soziale Miteinander fehlt ihnen sehr und so genossen sie das Beisammensein auf Abstand gestern bei gutem Wetter sehr!

Bei all dem zeigten sie auch sehr gute Ergebnisse. Auf den Bahnrunden gab es persönliche Bestzeiten und wo nicht, zeigte die Uhr zumindest seit langem nicht erzielte Saison-Bestleistungen, die das harte Training der letzten Wochen rechtfertigten und den mentalen Kick des Quasi-Rennens rechtfertigten.

Die Bahnzeiten melden wir dem HLV, der die Challenge als Ersatz für die Hessischen Langlaufmeisterschaften schon 2020 ins Leben rief und über 300 Ergebnisse aus den Vereinen gemeldet bekam.

2021 beteiligt sich auch die TSG. Vielleicht schon mit dem Hintergedanken, dass es im Idsteiner Land mittelfristig nötig sein wird sich wieder auf die entsprechenden LA-Disziplinen, den Radsport und maximal den Duathlon zu spezialisieren gilt? Die Nachrichtenlage zum Sanierungsbedarf des Idsteiner Tournesolbades lässt den Schluss zu. Schade, dass Politiker*innen ihrer Verantwortung für den gesellschaftlichen Kitt im Lande seit Jahren nicht wahrnehmen können oder wollen.

Limbacher Fitnesspfad mit Osterlauf eröffnet!

Eine ca. 5km lange Runde durch den Ort und die Felder der Umgebung mit neun Fitnessstationen ist die Grundlage des neuen Fitnesspfades in Limbach.

Die Idee der Triathlon-Trainer*innen der TSG-Limbach war, eine Sportmöglichkeit zu schaffen, die individuell genutzt werden kann, da pandemiebedingt ein Großteil des Sportbetriebes des Vereins ruhen muss. Perspektivisch kann die Runde mit ihren Markierungen und Stationen fest installiert und markiert werden. Aktuell hängt ein Streckenplan im Fenster des Dorfgemeinschaftshauses, der mit einem QR-Code auf dem eigenen Handy gespeichert werden kann. So ist die Stecke auch für Ortsunkundige zu finden.

Für die Strecke werden örtlicher Gegebenheiten wie Treppen, Bänke und Steigungen für die Übungen genutzt. Gekennzeichnet werden die Stationen mit gelb besprühten und blau bemalten Steinen. Sie ist für Jedermann und -Frau geeignet und kann mit dem Rad, wandernd oder laufend absolviert werden.

Zur Einweihung waren in den Ostertagen die Limbacher Nachwuchstriathlet*innen aufgerufen den Fitnesspfad als Osterlauf zu absolvieren. Dafür bekamen sie nur die Karte – die Steine mussten wie bei einer Ostereiersuche zuerst gefunden werden. Dokumentiert wurde das Ganze mit Fotos und Stoppuhr. Die jungen, erfolgreichen Teilnehmer*innen werden mit einer kleinen Osterüberraschung belohnt.

15. DSW Swim and Run als Ländervergleichskampf

Mit der von Januar in den März verschobenen 15. Auflage des Darmstädter Swim+Run bewies der DSW Darmstadt: Sport unter Corona-Bedingungen ist möglich. Gut organisiert und unter Berücksichtigung der behördlichen Auflagen organisierten die Darmstädter allerdings einen „Elitewettkampf“ mit deutlich kleinerem Starterfeld. Maske tragen, Abstand halten, einen negativen Antigentest vorweisen und wenig bis keine Zuschauer*innen an der Strecke ermöglichten die Genehmigung der Behörden.

Nach den morgendlichen Starts der Regionalligen durften die besten Jugendstarter*innen aus dem „Südwesten“ in Rennen gehen. Gemeldet waren rund 75 Auswahlsportler*innen der Jahrgänge 2007-1999 aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ein echter Härtetest nach über einem Jahr ohne echte Wettbewerbe und Training mit wellenförmigen Motivationsverläufen. Für die Hessische Landesauswahl starteten für die TSG Limbach im Feld der B-Jugendlichen: Lea Borst und Soma Bárdi sowie der A-Jugendliche Tom Borst. Im Gegensatz zu „normalen“ Swim+Run-Wettkämpfen, bei denen es, wie im Triathlon, keine Unterbrechung gibt, war die auf 5 Minuten begrenzte Wechsel- und Umziehzeit, aufgrund der zu erwartenden noch kühlen Temperaturen, neutralisiert und wurde aus der „Wettkampfzeit“ herausgerechnet.

Los ging es in Jagdstart-Abständen von 15 Sekunden mit einem Sprung in das mit 22°C recht frische Wasser der DSW-Traglufthalle. Seit Januar, und damit deutlich später als anderen Elitesportler*innen, können die Limbacher Kadersportler*innen (und nur die) in Frankfurt und Rüsselsheim bis zu 4*wöchentlich trainieren.  Das ist nur damit nur ein sehr kleiner Teil der Hünstetter Trainingsgruppen, die vor Corona mit bis zu 30 Athlet*innen von acht bis 25 Jahren an diesem Wettkampf teilnahmen und mit um die 50 tagtäglich die Limbacher Trainingsgruppen zu Wasser und zu Lande füllten. Dennoch reichten die Einheiten nicht aus, um die „verpassten“ Monate und Schwimmkilometer wirklich wettzumachen. Wie muss es da erst der deutlichen Mehrheit derjenigen gehen, die seit dem Herbst gar nicht mehr im Trainingsbecken waren?

Auf Platz 11, mit zufriedenstellenden 6:50min für die 500m, verließ Tom Borst das Becken. Und nun ging es zur Aufholjagd. 5 Runden zu je 1,1 Km mit jeweils 10 Höhenmetern galt es zu bewältigen. Und mit jeder Runde wurde eingesammelt. Mit sehr starken 18:55min lief er auf Platz 5 der Konkurrenz vor und unterbot seine bisherige 5km-Bestleistung deutlich. Die Wertung des jüngeren Jahrgangs und die hesseninterne AK-Wertung ging auch an Borst. Limbach stellt (aktuell) den schnellsten A-Jugendlichen Hessens.

Soma Bárdi entstieg dem Becken mit einer hervorragenden Schwimmleistung als Sechster nach 5:26min für die 400m mit nur 26sec Rückstand auf die Spitze. Das Lauftraining der letzten Wochen – mit Hinblick auf die nun auch abgesagte DJM-Duathlon Ende April – zeigte Wirkung. Deutlich verbessert schraubte er seine 3km-Bestzeit unter 12min und erfüllte mit 12:18min für die 3,3Km gar deutlich sein Tagesziel. Ein sehr guter Platz 8 unter den 10 besten Trias aus dem Südwesten und damit drittbester Hesse in diesem Wettbewerb, ist Lohn der Mühen beim Debüt für den Landeskader.

Mit Platz Vier knapp das Podest verpasst, aber einen mit einem tollen Wettkampfdebüt auf nationalem Niveau, steuerte auch Lea Borst zum sehr erfreulichen Abschneiden bei. Sie kam allerdings mit den kühlen Wassertemperaturen nicht allzu gut zurecht. Mit 6:30min für die 400m blieb sie etwas unter ihren Möglichkeiten und lag nach dem Schwimmen noch weit im hinteren Feld zurück. Auf der Laufstrecke schnell erwärmt und voller Adrenalin zündete Lea aber einmal mal mehr den ihr eigenen Turbo. Mit Tagesbestzeit der weiblichen Jugend B für die 3,3Km lief sie noch an die Medaillenränge heran und war mit der Holzmedaille, Platz Zwei der Jahrgangswertung und dem inoffiziellen Titel „beste Hessin“ sehr zufrieden.

Nun schauen wir nach vorne und hoffen auf weitere mögliche Wettkämpfe, die im letzten Jahr fast vollständig weggefallen sind. Für unsere Kaderathlet*innen stehen vor allem die Deutschen Jugendmeisterschaften im Triathlon im Juli im Fokus.  Alles in allem: Ein gelungener Sonntag. Bitte mehr davon. Bitte auch für alle anderen. Wohl dosiert, getestet und mit reichlich Abstand.

Unterstützung des Sportkreises für die Limbacher Triathlet*innen

Ein freudiges „Neujärken“ bereitete Manfred Schmidt, 1. Vorsitzender des Sportkreises Rheingau-Taunus der TSG Limbach 1974 e.V. Stellvertretend für die jungen Hünstetter Triathlet*innen des Vereins nahm Trainer Armin Borst erfreut einen Scheck in Höhe von 200 Euro an und bedankte sich recht herzlich dafür. Das Geld wird der Jugend eine kleine Unterstützung sein, um die steigenden Kosten des Schwimmtrainings in Idstein ein bisschen abzufedern.
Aktuell kann nur ein sehr kleiner Teil der Limbacher dem Schwimmtraining nachgehen. Möglich macht das der Landeskader-Status. Sobald die Bäder aber wieder öffnen, soll es natürlich für alle wieder möglich sein, regelmäßig Bahnen im kühlen Nass zu ziehen. Dem fiebern alle Trias entgegen und hoffen im Zusammenhang damit auch auf ein paar mehr Wettbewerbe in 2021 als in 2020. Und dafür muss die Schwimmform stimmen.

Und was ein „Neujärken“ ist? So nennt man im Dialekt des Bergischen Landes, Heimat von Armin Borst, eine dort übliche Aufmerksamkeit, ein Geschenk zu Beginn eines neuen Jahres. Und, eindeutig, darum handelte es sich ja auch.

Ein Blick zurück nach vorne

Zum Jahreswechsel nimmt sich auch die Sportwelt Zeit, um auf ein ungewöhnliches Jahr zurückzublicken. Geprägt durch die Auswirkungen der Pandemie war es auf eine andere Art und Weise ereignisreich als gewohnt. Auch für den Triathlonsport im Idsteiner Land. Gut vorbereitet startete die blau-gelbe Crew nach den Silvesterläufen 2019 in das verheißungsvolle Jahr 2020: Vordere Platzierungen in den Hessischen Triathlonligen, die Meldung eines zusätzlichen Frauen- und Seniorenteams, der mögliche Aufstieg in die Regionalliga mit der ersten Mannschaft, die Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften mit vier bis sechs Nachwuchssportler*innen und endlich, nach glücklich überbrückter Insolvenzpause, wieder durchgängiges Schwimmtraining im Idsteiner Bad. Dazu das für den Nachwuchs alljährlich ersehnte Ostertrainingslager im Sauerland und für die erfahrenen Ausdauersportler*innen die Teilnahme an Ironman-Veranstaltungen mit dem Kampf um die Hawaii-Qualifikation. Hätte, hätte…

Nach dem zufriedenstellenden Auftakt beim alljährlichen Wintertest: Dem Swim and Run in Darmstadt mit vielen starken Hünstetter Finisher*innen, kam es ab Mitte März ganz, ganz anders. Der Sport musste sich, wie das gesamte öffentliche Leben, der Pandemie beugen. Gesundheit und der Schutz der Mitmenschen genossen selbstverständlich höchste Priorität. Schnell war klar, dass wird keine Saison, wie jede andere bisher.

Ein paar wenige Rennen, die nach der Lockerung der Maßnahmen über den Sommer stattfanden, waren ein zarter Lichtblick. Nur wenige unserer Sportler*innen trauten sich nach den unzureichenden Schwimmtrainingskilometern an einen Triathlon. Einige begannen sich zu fragen, ob das überhaupt noch die richtige Sportart ist, andere fokussierten vollständig auf das Radfahren oder Laufen.

So ist das Leben, so ist der Sport. Veränderungen sind die Konstante.

Die zweite Pandemiewelle knickte die zarte Pflanze dann noch einmal. Zu einzelnen Vereinsaustritten kam die geringe Zahl der Neuanmeldungen. Die Mitgliederzahlen sinken und damit die Vereinseinnahmen. Ein sehr wichtiges Standbein, vor allem der kleineren Vereine, wie wir. Dazu wegfallende Einnahmen aus Veranstaltungen, die fehlen, da sie zusätzlich eine Basis für die Mitgliederwerbung sind. Die Alternative „Online-Training“ im heimischen Wohnzimmer ersetzt das soziale Miteinander nicht. Mattentraining mit Zugseil und Gewichten ist wichtig, auf Dauer aber kein Ersatz für Schwimmtraining im realen Nass.  Wellen, Strömung, Wasserdruck und -gefühl, die schwankende Temperatur, die horizontale Lage. All das fehlt.

Dennoch, unser Trainerteam hält daran fest und hält den Kontakt zur Jugend bestmöglich. Zusätzlich garniert wird das Trainingsmenü mit Aufgaben zum Laufen und Radfahren an der frischen Luft. Herausforderungen, die manche der jungen Sportler*innen allein, zu zweit oder ganze Familien, gerne annehmen und dann auch schaffen. So gab es schon vorgegebene Läufe und Touren mit regelmäßigen Fitnessstationen auf der Strecke, mit Denksportaufgaben, mit zu laufenden Initialen oder Vesperaktionen unterwegs. Natürlich alles streng unter Einhaltung der Pandemieregeln. Und so wird es noch eine Weile weitergehen.

Stets mit dem Blick zurück, um mit den Erfahrungen besser nach vorne zu kommen. Wie wir es in unserem Sport gewohnt sind, geht es weiter. Von der einen Disziplin über die Zwischenetappe „Wechselzone“ zur nächsten. Ist alles absolviert, wartet das Ziel. Dann die Leistungsanalyse, aus der die erneute Vorbereitung auf das nächste Rennen folgt…Die Sportler*innen halten sich an die Regeln, nicht nur die des Sports. Das kennen sie, das leben sie. So tragen sie ihren Teil dazu bei, dass es hoffentlich bald heißt: Ihr dürft euch wieder auf dem Sportplatz treffen, gemeinsam Bahnen ziehen und Renntermine anvisieren.

Nach den diesmal virtuellen Silvesterläufen sind die Vorhaben für 2021 die von 2020: Ligarennen (mit Aufstieg?), Meisterschaften (weit vorne!), Nachwuchssportler*innen ausbilden, Talente entdecken, fordern und fördern. Wie realistisch und umsetzbar diese Ziele sind, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Verbunden mit der Hoffnung auch nach Ende des Lockdowns die für den Triathlonsport so essenzielle Schwimmdisziplin betreiben zu können. Ein Wunsch: Zu leistbaren Bedingungen.

Doch etwas ist anders, bleibt anders. Noch deutlicher als all die Jahre steht die Gesundheit und das Miteinander im Sport im Vordergrund, dann kommt der Wettkampf. Egal auf welchem Niveau: Hauptsache Sport, trotzdem Sport. Jetzt erst recht.

Dass das möglich bleibt, dafür danken wir allen Beitragenden recht herzlich. All den Sportler*innen und Familien, die in ihrem Verein bleiben, den ehrenamtlich tätigen Personen in Vereinen und Sportverbänden, den Eltern, die die „Kids“ (be)fördern. Letztendlich allen Personen mit und in ihren Unternehmen, die mit finanziellen oder sachlichen Zuwendungen, als Sponsor, als Freund*in, sonstige*r Unterstützer*in dem Triathlonsport im Idsteiner Land mit Keimzelle in Hünstetten-Limbach so freundlich gewogen sind und die Treue gehalten haben.

Bitte, tut dies auch weiterhin.

Bleibt uns zugewandt und unterstützt unsere Arbeit für einen außergewöhnlichen Sport für Jung und Alt, in einer ungewöhnlichen Zeit. Herzlichen Dank!

Bleibt gesund. Bleibt aktiv! Im Jahr 2021 und allen Jahren, die noch kommen werden.

Movember – Limbacher Triathleten meistern den Lockdown

Ausfallende Wettkämpfe, kein Trainingslager, für mehr als sechs Monate kein Schwimmtraining: Nach dieser außergewöhnlichen Triathlonsaison 2020 hatte die Aufnahme des Schwimmtrainings Mitte September neue Hoffnungen und vor allem Motivation geweckt. Doch das harte Training wurde wie viele andere Bereiche der Gesellschaft wieder komplett heruntergefahren. Doch wie sollte nun abermals mit diesen Rückschlägen umgegangen werden? Das Trainerteam der TSG Limbach hat aus der Not eine Tugend gemacht und den „Movember“ ausgerufen. Ganz im Zeichen der Erhaltung des Gemeinschaftsgefühls und Trainingsmotivation werden die Nachwuchstriathlet*innen mit verschiedenen Challenges durch den Lockdown gebracht.

Neben dem wöchentlichen Onlinetraining im Bereich Athletik und Schwimmersatztraining mit Zugseilen werden an den Wochenenden Challenges erstellt, die die Nachwuchssportler*innen allein oder maximal zu zweit zeitversetzt absolvieren können. Über gemeinsame WhatsApp-Gruppen werden die Ergebnisse und Erlebnisse geteilt. Zusätzlich unterstützt vom bisher sonnenverwöhnten und angenehm warmen Novemberwetter galt es bisher vor allem Laufaufgaben zu absolvieren. Neben spezifischen Laufprogrammen werden auch neue und abwechslungsreiche Routen geteilt, um für Abwechslung abseits der gewohnten Trainingstrecken zu schaffen.

Zur Mitte des „Movembers“ konnten je nach Alter Laufstrecken zwischen fünf und 15 Kilometern auf den ehemaligen Runden des Beuerbacher Teutonenlaufs gewählt werden. Am Start- und Zielpunkt des Beuerbacher Sees wartete dann ein Zahlenrätsel auf den Nachwuchs, dessen Ergebnis das Vereinsmotto: „Feel it – Fight it – Finish it“ auch auf die Zeit des stillgelegten Sportes übertragbar ist. Ganz im Sinne des Mottos konnten in dieser Woche Josefine Dohms, Lea Borst, Leni Müller, Bjarne Scheel, Tom Borst und Jakob Baum zum fünften Mal in Folge ein Abzeichen der Deutschen Triathlonjugend erhalten. Damit haben die Talente zusätzlich ein Youngstar-Abzeichen für besondere Ausdauer und Kontinuität verliehen bekommen.

Abschließend bleibt zu vermerken, dass auch die Sportler*innen mit starken Einschnitten zur Pandemieeindämmung beitragen und hoffen damit möglichst eine in angepasster Form stattfindende Triathlonsaison zu ermöglichen. Anders als in den Mannschaftssportarten konnten 2020 nahezu keine Wettkämpfe stattfinden, die unseren Sport auszeichnen. Es bleibt die Hoffnung, dass bei Wiederöffnung der Schwimmbäder auch Wasserzeiten ermöglicht werden, um die Grundvoraussetzungen für eine sichere Teilnahme an Triathlons zu schaffen.

Alle Jahre wieder: Sportlicher Einheitstag in Kronberg/Taunus

Seit vielen Jahren ist es schon ein guter Brauch, dass die Hünstetter Triathlonjugend ihre Saison beim Bike+Run des MTV Kronberg beschließt. Das dies im Jahr einer Pandemie so sein wird, hatte vor drei Wochen niemand glauben können. Ein riesengroßes Dankeschön geht an das gesamte Triathlonteam des MTV Kronberg , das eine sehr hohe Verantwortung über- und enorme Anstrengung unternommen hat, um einen unter vorbildlichen Hygieneabläufen und mit sicheren Abständen bestens organisierten Wettkampf auszurichten. Das passende Wetter rundete eine gelungene Veranstaltung zudem verdient ab.

Beim Bike+Run teilen sich zwei Sportler*innen ein Fahrrad und bewältigen die Wettkampfstrecke beliebig oft das Rad wechselnd. Drei Strecken bot der Veranstalter: 4,5km; 7,0 km und 13,2km. So haben die Duos die Wahl, wie sportlich aktiv und abwechslungsreich sie den Feiertag auf herausfordernden Waldrunden verbringen möchten. Gewonnen werden kann dabei in diversen Wertungskategorien: Alter, Geschlechtermix oder auch die Kreativität bei der Teambenennung werden berücksichtigt.

Die Triathlonjugend der TSG Limbach tobte sich in sportlicher Hinsicht sehr erfolgreich aus. Über die 4,5km siegten in der Mädchenwertung der 10-17jährigen Anna Purr und Kati Haas. Als das Team „TSG-Chaos“ benötigten sie für die zwei Waldrunden nur 20:41min. Damit waren die beiden 13jährigen das zweitschnellste reine Schülerteam insgesamt. Auf Platz Vier der Schüler und dem Bronzerang der Jungen unter 18 Jahren schafften es in 21:37min Matti Haas (9 Jahre) und Jakob Baum (12). Sie waren als Team „MaJo-blau und schnell“ angetreten. In der Kategorie über 7km siegte das Team „Youngstars“, bestehend aus den HTV-Kaderathleten Eric Jäger (Eintracht Frankfurt) und Tom Borst (TSG) in sehr starken 26:02min. Ihnen folgten mit nur 22 Sekunden Rückstand (als Sieger der Kategorie 18+/12-17 Jahre) die „Wattner zu Fuß“. Bestehend aus Vorjahressieger Jan Lucas Ferschke und Bjarne Scheel. Auf das höchste Treppchen der Siegerinnen stiegen Klara Binsteiner (MTV) und Lea Borst (TSG). Das HTV-Kaderduo gab sich den Namen „Schneller als die Polizei erlaubt“ und war auch entsprechend unterwegs. Nach 28:42min waren sie vor „Limbachs Echten“ (Silke Haas und Ines Borst) im Ziel. Die beiden Athletenmütter errangen in 34:43min den Bronzerang der Damenkonkurrenz. In der Kategorie 18+ belegten sie gar den Platz der Vizesiegerinnen. Ebenfalls über 7,0km ging das Vater-Sohn-Gespann „schnell&schneller“, bestehend aus Jens und Samuel Braun in den TSG-Farben an den Start. In der Kategorie 18+/12-17 Jahre belegten sie nach 32:41min nach einem fulminantem 200m-Schlusssprint über das Stadiongeläuf, einen hervorragenden neunten Platz. Im Erwachsenenrennen über 13,2 km gaben Vater (Oliver) und Tochter (Hannah) Fender einen gelungenen Einstieg in das Saisonende. Als die „Tribärs Sespenroth“ erreichten die Westerwälder TSG-Mitglieder das Ziel nach 1:08:36h und platzierten sich auf einem soliden Mittelfeldplatz der Mixed-Wertung.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass diese komische Saison nun eigentlich vorbei ist. Dennoch ist mit der anstehenden Kadersichtung des Hessischen Triathlon Verbandes (HTV) Anfang November in Dieburg noch ein Ziel im Visier.  Ob es jungen Triathlet*innen aber auch für 2021 erneut gelingen wird einen Platz unter Hessens besten 18 Ausdauerdreikämpfer*innen mit Chancen auf Einsätzen bei Rennen auf nationaler Ebene, z.B. bei Deutschen Meisterschaften, zu erreichen und ob solche überhaupt werden stattfinden können steht in den Sternen.

Triathlet*innen belohnen sich für hartes Wintertraining

Noch vor dem Ausbruch der Corona-Krise, die den Sport- und Wettkampfbetrieb der TSG Limbach bis auf weiteres ebenfalls ruhen lässt, haben einige Limbacher Triathlet*innen ihren Trainingsfleiß über die Wintermonate mit sehr guten Wettkampfresultaten zum Märzanfang belohnen können.

Am anderen Ende der Welt belohnte sich Sylvia Thiel nach über 12 Stunden Wettkampfzeit mit dem Zieleinlauf beim Ironman New Zealand. Auf der klassischen Langdistanz legte sie die Strecke von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen in einer Gesamtzeit von 12:21:50h zurück und belegte damit Platz 14 von 41 in der Altersklasse F45-49. Insgesamt kam sie mit dieser Leistung in der Gesamtwertung auf Platz 476 von 1166 aller Finisher. 

Nach dem traditionellen Haka, einem Begrüßungsritual der Maori, startete der Tag mit der Schwimmstrecke über 3,8km im kristallklaren Süßwasser des Kratersees Lake Taupo. Aufgrund des chaotischen Massenstarts, der einem Schleudergang in der Waschmaschine gleicht, war es schwer einen guten Rhythmus zu finden, dennoch kam sie nach 1:14:49h zufrieden aus dem Wasser. Die anschließende Radstrecke führte in einem Rundkurs über zwei Runden durch eine für Neuseeland typische Hügellandschaft mit geothermischer Aktivität. Der auch für Neuseeland typische raue Straßenbelag kostete allerdings viel Kraft und Energie. „Nach 180km auf dem Rad fühlte ich mich so müde, dass ich am liebsten für ein kurzes Nachmittagsschläfchen hingelegt hätte.“ Die alles entscheidende Durchhalteparole bekam sie von einer freiwilligen Helferin zugerufen: „Einfach nur einen Fuß vor den anderen setzen“. Die anspruchsvolle Marathon-Laufstrecke verlief entlang des Sees und durch das Städtchen Taupo und war dreimal zu durchlaufen. 2000 freiwillige Helferinnen und Helfer und tausende Zuschauer haben diesen Tag mal wieder zu einem großartigen Ereignis gemacht. „Ihnen gehört meine größte Anerkennung und Dank“, so die erschöpfte und höchszufriedene Athletin.

Der Frankfurter Halbmarathon rund um das Stadion war eine der letzten Laufveranstaltungen, die stattfinden können. Auf in diesem Jahr noch schnellerem Kurs konnte Miguel Almoril mit sehr schnellen 1:19:48h seine Bestzeit hochzufrieden unter die 80min Marke drücken. Auch Lukas Hafner belohnte sich bei seinem ersten Halbmarathon für das harte Training und blieb mit 1:27:03h deutlich unter den angepeilten 1:30h. Attila Bárdi komplettierte das Limbacher Trio mit soliden 1:45:31h.

Ironman New Zealand (3,8-180-42,2km): 14. F40-45 Sylvia Thiel, 12:21:50h

Frankfurt Halbmarathon (21,1km): 5. M45 Miguel Almoril, 1:19:48h; 67. MHK Lukas Hafner, 1:27:03h; 208. M45 Attila Bárdi, 1:45:31h